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pamer.net - Diplomarbeit - 1 Einleitung

Usability: Diplomarbeit

Benutzerfreundlichkeit von WWW-basierten Navigationssystemen

--- Navigationsebene 1 ---
o Über diese Arbeit
o 1 Einleitung
o 2 Abgrenzung und Einordnung des Themas
o 3 Aspekte von Benutzerfreundlichkeit
o 4 WWW und Benutzerfreundlichkeit
o 5 Heuristiken
o 6 Empirische Untersuchung
o 7 Zusammenfassung und Ausblick
o Anhang
o Verzeichnisse

1 Einleitung

"The Web is bad; really bad." [siehe Niel98b]. Dieser Satz ist in der einen oder anderen Sprache wohl schon jedem durch den Kopf gegangen, der versucht hat, dringend benötigte Information im World Wide Web (WWW) zu finden.

Das Internet ist mittlerweile zu einem geradezu perfekten Medium für Informationssuchende geworden. Egal ob man nun einen Zeitungsartikel für das Wall Street Journal oder eine Diplomarbeit schreiben will, oder einfach nur an den Fußballergebnissen vom letzten Wochenende interessiert ist; man kann normalerweise davon ausgehen, dass die benötigte Information irgendwo im Internet - insbesondere im WWW - zu finden ist.

Wovon man leider nicht ausgehen kann ist, dass man diese auch wirklich finden wird. Häufig machen es WWW-Autor/inn/en Benutzer/inne/n unnötig schwer, ihr Informationsangebot zu nutzen. So sind z.B. inhaltlich interessante Themen in Folge unzureichender Navigation kaum aufzustöbern, oder Benutzer/innen verlieren aufgrund großer Grafiken die Geduld, und brechen den Ladevorgang vorzeitig ab.

Diese und andere Fehler sind im WWW nach wie vor üblich, obwohl verschiedenste Werke betreffend Benutzerfreundlichkeit erhältlich sind, und sich wohl noch mehr WWW-Seiten dieses Themas annehmen.

Zwei erhebliche Nachteile haben die verfügbaren Arbeiten über Benutzerfreundlichkeit. Zum einen stellen sie so gut wie ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweiligen Autorin dar. Viele dieser Autor/inn/en haben ihre eigene auf Erfahrung aufbauende Sichtweise, die sie darzulegen versuchen, ohne dabei auf gegensätzliche Meinungen einzugehen.

Zum anderen vergessen sie allzu oft, dass gerade das Gebiet "Benutzerfreundlichkeit im WWW" bisher kaum wissenschaftlich erforscht ist. Empirisch bestätigte Hypothesen sind selten anzutreffen. So gut wie alle Aussagen wurden mithilfe der Hermeneutik1 hergeleitet, ohne jedoch empirisch überprüft worden zu sein. Einige wenige Arbeiten liefern zumindest Daten, die ihre Aussagen im Entdeckungszusammenhang erklären, aber die meisten unterlassen selbst dies.

Mit dem Ziel, einen Beitrag zur Lösung dieser beiden Probleme zu leisten, richtet sich diese Arbeit somit vor allem an WWW-Autor/inn/en und WWW-Informationssystementwickler/innen.

Nach einer Abgrenzung und Einordnung des Themas im anschließenden Kapitel möchte ich in Kapitel 3 auf die Aspekte von Benutzerfreundlichkeit eingehen.

Kapitel 4 widmet sich der Benutzerfreundlichkeit im WWW. Dabei ist es insbesondere mein Ziel, die technischen Besonderheiten darzulegen und näher über die Benutzer/innen des WWW zu informieren.

Anschließend bietet Kapitel 5 einen Überblick über die wichtigsten Heuristiken der Benutzerfreundlichkeit im WWW.

In Kapitel 6 möchte ich schließlich, soweit dies im Rahmen einer Diplomarbeit möglich ist, mit einer empirischen Untersuchung von sechs WWW-Navigationssystemen einen Beitrag zur wissenschaftlichen Behandlung von Benutzerfreundlichkeit im WWW leisten.


1 Hermeneutik ist eine "Methode der verstehenden Erfassung von Lebenssituationen" [siehe Raff74, 43].



URL: http://pamer.net/benutzerfreundlichkeit/kapitel-1.html, Letzte Änderung: 29. 03. 2006, © Reinhard Pamer