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Usability: Diplomarbeit

Benutzerfreundlichkeit von WWW-basierten Navigationssystemen

--- Navigationsebene 1 ---
o Über diese Arbeit
o 1 Einleitung
o 2 Abgrenzung und Einordnung des Themas [aktiv]
o 3 Aspekte von Benutzerfreundlichkeit
o 4 WWW und Benutzerfreundlichkeit
o 5 Heuristiken
o 6 Empirische Untersuchung
o 7 Zusammenfassung und Ausblick
o Anhang
o Verzeichnisse
--- Navigationsebene 2 ---
o 2.1 Begriffsdefinitionen [aktiv]
o 2.2 Ziele der WWW-Informationssystem-Entwicklung
o 2.3 Bedeutung der Benutzerfreundlichkeit
--- Navigationsebene 3 (in diesem Dokument) ---
[down] 2.1.1 World Wide Web
[down] 2.1.2 WWW-Informationssystem
[down] 2.1.3 Benutzerschnittstelle
[down] 2.1.4 Benutzerfreundlichkeit

2.1 Begriffsdefinitionen

Das Thema "Der Einfluss der WWW-Seiten-Gestaltung auf die Benutzerfreundlichkeit von WWW-Informationssystemen" bedarf vorab der Klärung einiger Begriffe.

2.1.1 World Wide Web

Das World Wide Web (WWW) ist ein "verteiltes Hypertext/Hypermedia-System, das die Dienste des Internet unter einer leicht bedienbaren grafischen Benutzeroberfläche integriert" [siehe Hans97, 385].

Dies ist so zu verstehen, dass auf einer Vielzahl von weltweit verteilten Rechnern, auf denen WWW-Server-Software läuft, WWW-Seiten mit den ihnen zugehörigen Objekten (Texten, Bildern, Skripten usw.) für Interessierte zur Verfügung gestellt werden. Der Zugriff geschieht dabei mit WWW-Klienten (sogenannte Browser), die die gewählten Hypertext-Dokumente vom WWW-Server anfordern und nach den benutzerdefinierten Einstellungen darstellen. [vgl. BeCa94, 76; Hans96, 387]

Die dargestellte Seite kann sogenannte Hyperlinks enthalten, die es WWW-Autor/inn/en ermöglichen, viele derartige Dokumente zu einem Netz (Web) zu verbinden. Benutzer/innen können durch einfaches Anwählen des Links zu dem vom WWW-Autor bzw. von der WWW-Autorin spezifizierten Dokument wechseln. [vgl. BeCa94, 76; Hans96, 387]

Die Darstellung beim Benutzer bzw. bei der Benutzerin basiert auf den verschiedensten Technologien. Die Ursprünge und der Kern des WWW liegen in der Hypertext Markup Language (HTML), einer Textstrukturbeschreibungsprache, die WWW-Autor/inn/en erlaubt, WWW-Seiten inhaltlich zu strukturieren. Sie bietet jedoch nur sehr begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten, da die grafische Darstellung wie erwähnt im Idealfall vom Browser des jeweiligen Benutzers bzw. der Benutzerin nach dessen bzw. deren persönlichen Vorlieben wahrgenommen werden sollte. [vgl. 4.1.2.3 Kontrolle]

Ergänzt wird HTML klientenseitig beispielsweise durch Java, JavaScript bzw. JScript oder Cascading Style Sheets (CSS). Serverseitig bieten vor allem Common Gateway Interface-Skripte (CGI-Skripte) und Server Side Includes (SSI) zusätzliche Möglichkeiten. [vgl. 4.1.1 Technologien]

2.1.2 WWW-Informationssystem

Die Ansichten, was ein Informationssystem ist, sind äußerst vielfältig. Zwei Defintionen möchte ich hier nennen.

Nach Hansen besteht ein Informationssystem "aus Menschen und Maschinen, die Information erzeugen und/oder benutzen und die durch Kommunikationsbeziehungen miteinander verbunden sind" [siehe Hans96, 67]. Somit gehören sowohl das WWW-Angebot selbst als auch dessen Benutzer/innen zum WWW-Informationssystem.

Lucas hingegen definiert Informationssysteme enger. "An information system is a set of organized procedures that, when executed, provides information to support the organization." [Luca94, 17]. Damit ist der Mensch nicht Teil des Systems, sondern Außenstehende/r der als Mitglied der Organisation Informationssysteme benutzt.

Dieser Arbeit liegt, was WWW-basierende Informationssysteme (WWW-Informationssysteme) angeht, erstere Definition zugrunde, da der Mensch (Benutzer/in) selbst zu einem großen Teil das Informationssystem mitgestaltet. Der Einfluss der Benutzer/innen ist schon von der Grundkonzeption des World Wide Web her überaus umfangreich. Ihre Einbeziehung in die Überlegungen des WWW-Autors bzw. der WWW-Autorin wird damit zu einem zentralen Punkt der Gestaltung des WWW-Informationssystems. [vgl. 4.1.2.3 Kontrolle]

2.1.3 Benutzerschnittstelle

"Als Benutzeroberfläche oder Benutzerschnittstelle (engl.: user interface) werden jene Teile eines Rechners bezeichnet, mit denen der Mensch in Kontakt kommt." [siehe Hans96, 181].

Im World Wide Web vorherrschend sind grafische Benutzerschnittstellen, obwohl fallweise auch rein textorientierte in Verwendung sind.

Redmond-Pyle und Moore geben als Komponenten einer Benutzerschnittstelle an den Rechner angeschlossene Aus- und Eingabegeräte wie Tastatur, Maus oder Monitor, Grafiken sowie zugehörige Dokumentationen an [vgl. ReMo95, 2]. Wenn man die Benutzerschnittstelle jedoch als "Teile eines Rechners bezeichnet, mit denen der Mensch in Kontakt kommt" [siehe Hans96, 181], dann gehören m.E. auch die sichtbaren Bestandteile des Betriebssystems und der verwendeten Programme dazu.

Das konkrete Aussehen und die Möglichkeiten der Benutzerschnittstelle werden in diesem Zusammenhang insbesondere vom jeweiligen Betriebssystem und dessen grafischer Gestaltung sowie vom Browser selbst bestimmt.

Besonders wichtig ist dabei der Aspekt, dass identische Information - also dieselbe WWW-Seite - durch unterschiedliche Benutzerschnittstellen verschieden dargestellt wird [vgl. Hans96, 181]. Der erwähnte Mangel an Kontrolle über die Darstellung der Information im WWW-Informationssystem durch den WWW-Autor bzw. die WWW-Autorin wird somit besonders bei der Gestaltung der Benutzerschnittstelle bemerkbar.

Zu den Unterschieden der verschiedenen Browser enthält diese Arbeit später noch detailliertere Information [vgl. 4 WWW und Benutzerfreundlichkeit]. Vorab sei nur gesagt, dass die erwähnten Einstellungen bei Browsern verschiedener Benutzer/innen unterschiedlich sein können.

"The purpose of the user interface is to make the computer system usable by the user." [siehe ReMo95, 2]. Dieses Ziel dem Leser bzw. der Leserin näherzubringen, wird deshalb wiederum Ziel dieser Arbeit sein.

2.1.4 Benutzerfreundlichkeit

Die Benutzerfreundlichkeit "eines Produktes ist das Ausmaß, in dem es von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen." [siehe Eich00]

Die Begriffe "Benutzerfreundlichkeit" und "Benutzbarkeit" werden in der Literatur widersprüchlich verwendet. Eine genaue Festlegung der Verwendung in dieser Arbeit ist daher nötig.

Somit setzt sich für Nielsen die Nützlichkeit von WWW-Informationssystemen aus Zweckmäßigkeit und Benutzbarkeit zusammen [vgl. Niel96a, 276]. Rauterberg verwendet für Nützlichkeit den Begriff "Gebrauchstauglichkeit", für Zweckmäßigkeit "Benutzbarkeit" und für Benutzbarkeit "Benutzerfreundlichkeit" [vgl. i. Ggs. Raut92, 211-213]. Ich werde im weiteren Verlauf dieser Arbeit die folgende Terminologie verwenden:

Die Nützlichkeit von WWW-Informationssystemen wird durch deren Zweckmäßigkeit und Benutzerfreundlichkeit bestimmt.

Zweckmäßigkeit erreicht man, indem man das WWW-Informationssystem mit den Funktionen ausstattet, die nötig sind, um alle wichtigen Funktionen zu erfüllen [vgl. 2.2 Ziele der WWW-Informationssystem-Entwicklung].



URL: http://pamer.net/benutzerfreundlichkeit/kapitel-2-1.html, Letzte Änderung: 29. 03. 2006, © Reinhard Pamer