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3.6 Beachtung der ZielgruppeBenutzerfreundlichkeit ist abhängig von der subjektiven Sicht der Benutzer/innen. Ein Informationssystem für jede mögliche Benutzergruppe zu optimieren ist kaum machbar, da Benutzer/innen den verschiedenen Aspekten der Benutzerfreundlichkeit unterschiedliche Bedeutung beimessen, sie unterschiedlich gewichten und auf mangelhafte Systeme auch unterschiedlich reagieren. Somit ist es entscheidend, bei der Entwicklung von Informationssystemen bzw. Benutzerschnittstellen die anzusprechende - möglichst homogene - Zielgruppe zu kennen und das System für diese bestimmte Gruppe auf Benutzerfreundlichkeit zu testen [vgl. Shne98, 14]. Menschen unterscheiden sich dabei in vielerlei Hinsicht. Diese Unterschiede liegen besonders in den Bereichen:
Unglücklicherweise gibt es nicht immer die Möglichkeit, sich auf eine Zielgruppe zu beschränken. Auch in diesen Fällen ist es nötig, eine Lösung zu finden. Auf dieses Problem stieß eine Seminargruppe (an der auch ich teilnahm) beim konzeptionellen Redesign des WWW-Portals der Wirtschaftsuniversität Wien. Im Rahmen dieses Projekts war es nötig für drei Benutzergruppen (Studierende, Mitarbeiter/innen und Exterene Interessierte) mit sich teilweise widersprechenden Interessen eine gemeinsame Navigationsstruktur zu entwickeln. Dabei hat es sich gezeigt, dass eine genaue und systematische Erforschung der Interessen unumgänglich ist. Eine treffende Einschätzung durch Systementwickler/innen ohne Mitarbeiter der Benutzer/innen ist kaum machbar. [vgl. AcBe99] |
| URL: http://pamer.net/benutzerfreundlichkeit/kapitel-3-6.html, Letzte Änderung: 29. 03. 2006, © Reinhard Pamer |